Ausstellung „Worte wie Waffen“

Ausstellung im Museum Angewandte Kunst: 02. bis 26. Februar 2017

Eröffnung mit einer szenischen Lesung aus Ulrich Mecklers „Wort – Gewalt – Tat“ (Theater Prozess): Mittwoch, 1. Februar 2017, 18 Uhr, Museum Angewandte Kunst

Der Eintritt zur Vernissage und zur Ausstellung ist frei. Es wird um Spenden für das Bündnis gegen Cybermobbing gebeten.

Miteinander, übereinander, gegeneinander reden.

Worte – in gesprochener und geschriebener Sprache – sind das Mittel der Verständigung, das nur dem Menschen möglich ist. Was geschieht, wenn man sie nicht zur Kommunikation nutzt, zum gemeinsamen Gespräch, sondern als Instrument gegeneinander richtet: wenn man Worte wie Waffen gebraucht? In welchen Kontexten, mit welchen Strategien und Intentionen erfolgen diese Sprechakte? Gegen wen richten sie sich?

Ausgewählte Situationen von Gegen- oder Hassrede haben Studierende der Goethe-Universität Frankfurt in einer Ausstellung im Museum Angewandte Kunst versammelt. Mit Aufmerksamkeit für historische wie alltägliche Erscheinungsformen von „Worten wie Waffen“ in einer breiten Medienlandschaft bis zu den Sozialen Medien stellen sie den Besucherinnen und Besuchern einen Ort für die Auseinandersetzung mit Sprache zur Verfügung, wo diese sichtbar, hörbar und sinnlich erfahrbar wird. Mit ihrem sprachbeobachtenden Zugang ergänzen sie thematisch die Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“ des Museum Angewandte Kunst, die noch bis 26. März 2017 dort zu sehen ist.

Vom 2. bis 26. Februar 2017 kann die Präsentation „Worte wie Waffen“ im 1. Stock des Museums besucht werden. Zur Eröffnung am Mittwoch, den 1. Februar, um 18 Uhr laden die Studierenden im Museum zu einer szenischen Lesung aus Ulrich Mecklers „Wort – Gewalt – Tat“ (Theater Prozess) ein, das zur Zeit im Gallus-Theater aufgeführt wird. Beide Projekte verbindet der Appell an die Achtung der Worte wie der Menschen. Die szenische Lesung wird ermöglicht dank der freundlichen Kooperation mit Ulrich Meckler und den beteiligten Schauspielerinnen von Theater Prozess.

Die Ausstellung „Worte wie Waffen“ bildet die Abschlussarbeit im Kurs Ausstellungskonzeption. Geleitet wurde der Kurs von Dr. Mahret Kupka, Kuratorin für Mode, Körper und Performatives am Museum Angewandte Kunst.